Clubkombinat Hamburg e.V.

Stellungnahme zum DOCKS Posting vom 18. Juni 2020

Der Vorstand vom Clubkombinat Hamburg e.V. distanziert sich von der Aktion, die das DOCKS am 18. Juni 2020 per Facebook verbreitet hat. Die inhaltliche Aussage und das gewählte Vokabular ist populistischer Natur und wird von den rechten Rändern unserer Gesellschaft in Beschlag genommen. Dieses ist mit den Werten und der Arbeit unseres Verbandes nicht vereinbar.

Das DOCKS ist als Vereinsmitglied frei in seinen Entscheidungen und Handlungen, jedoch hat die Geschäftsführerin vom Docks, Susanne „Leo“ Leonhard, das Amt als erste Vorsitzende vom Clubkombinat Hamburg e.V inne und ist im Vorstand der Clubstiftung Hamburg tätig. Mit der Einnahme der Positionen sind repräsentative und ideelle Ämter verbunden, die als kulturpolitische Stimme und Sprachrohrfunktion insgesamt dienen. Als Clubkombinat stellen wir uns inhaltlich gegen jegliche Formen von Populismus, Rassismus und Diskriminierung.

Um in den Diskussionen zu der Aktion weiteren Schaden vom Verband, seiner Vereinsarbeit, seinen Mitgliedern und der Clubkultur abzuwenden, sieht sich der Vorstand in der Pflicht Susanne „Leo“ Leonhard per sofort vom Amt des Vorstandsvorsitzes im Clubkombinat e.V zu entbinden.

Bis zum Ende der Amtszeit ist Constantin von Twickel als erster Vorsitzender und Gerald Steyr als stellvertretender Vorsitzender des Clubkombinat mit sofortiger Wirkung aus der Mitte des Vorstands gewählt.

Wir danken Leo für ihren ehrenamtlichen Einsatz in all den Jahren, in der sie mit Herzblut und Leidenschaft sich für die Interessen der Hamburger Musikclubs eingesetzt hat.

Hamburg, den 20. Juni 2020

Vorstand / Clubkombinat e.V

18 Kommentare zu “Stellungnahme zum DOCKS Posting vom 18. Juni 2020

  1. Köni

    Auch wenn ich nicht Leo‘s Meinung vertrete, ist das Clubkombinat einen Schritt zu weit gegangen! Meine feste Freundin bezeichne ich beispielsweise als Gutmensch, weil sie überall erstmal das Gute im Menschen sieht, nicht weil irgendwelche rechte Spacken den Begriff missbrauchen ? Eigentlich sollten alle im Clubkombinat Leo kennengelernt haben, statt sie gemeinschaftlich so zu dissen! Das gehört sich nicht , als Profis hätte man sich besser vorab mit einem Mediator im Vorstand zusammensetzen sollen, um zu lernen, wie man sich gegenseitig zuhört, bevor öffentlich so ein Bullshit Statement zu Stande kommt. Ich kenne Leo aus insgesamt 4 Jahren gemeinsamer Vorstandstätigkeit und kann mir auf keinen Fall vorstellen, dass Leo jetzt zum Arschloch mutiert sein soll . Denkt mal lieber drüber nach…. mit entsetzten Grüßen Köni

  2. Jan

    Ich habe heute die Plakate am Docks gelesen und kann da nichts, aber auch gar nichts entdecken, was euer Vorgehen rechtfertigt. Ging da jemandem beim Clubkombinat der A**** auf Grundeis, weit die Kulturförderung durch unartiges Verhalten gefährdet wird? Die ganzen Läden bangen um ihre Existenz und trotzdem darf keiner laut fragen, ob diese ganzen Maßnahmen zu diesem Zeitpunkt noch durch evidenzbasierte Fakten gerechtfertigt werden können. Schöne neue Welt, willkommen im Wahrheitsministerium, George Orwell lässt grüßen.

  3. Pingback: Hundepfeifen für Aluhüte - Faktenkontor

  4. Vanessa

    Eine grundsätzlich nicht schlechte, Idee leider falsch umgesetzt und mit der falschen Wortwahl und leider in unserer Gesellschaft aufgrund der Blindheit und Voreingenommenheit der Menschen in jegliche Richtung nicht umsetzbar. Dennoch wäre es ein Zeichen von Stärke und Demokratie gewesen, der Verantwortlichen die Chance einer öffentlichen Stellungnahme zu geben. Aber so ist es eben, Menschen werden jahrelang gehypt und man ist froh über ihre Dienste, aber wehe sie machen einen Fehler oder tun etwas was der allgemeinen Umgebung nicht passt dann geht man mit Heugabeln auf sie los.
    Schade. Aber typisch für die Gesellschaft. Es kehre vielleicht ein jeder vor seiner eigenen Haustüre
    Die Menschen die das Docks kennen und schätzen werden sicher auch weiter da hin und allen anderen steht es frei, sich in andere Clubs zu begeben, sofern denn jemals wieder etwas offen hat..
    Mich betrifft es nicht da ich selten bis nie in Clubs gehe, aber für viele andere Menschen und vor allem die Schicksale derer die dort arbeiten, ist es um so bedauerlicher.

  5. Margarita Martinez

    Sorry für die zwei Versionen meines Kommentars (dachte die erste Version hätte ich versehentlich gelöscht). Die Redaktion kann gerne einen Kommentar (den zweiten) rausnehmen… Hinzufügen möchte ich noch: gerade in diesen „harten Zeiten“ brauchen wir Zusammenhalt und Solidarität, … von dem was auf uns noch zukommt ist das doch erst der Anfang…

    beste Grüße

  6. Margarita Martinez

    Auch ich bin erstaunt, wie schnell ihr eine der Euren fallen lasst und denke ebenfalls mit dieser Entscheidung fördert ihr eher Populismus, Rassismus und DISKRIMINIERUNG… ein autoritäres Verhalten, das Sündböcke braucht, um schnell die Diskussion und Druck vom Hals zu haben…statt Zuwendung, Zusammenhalt, Sollidarität zu LEBEN.

    Und was soll an der Wortwahl Mainstream Medien populistisch sein?

    Der Rechte Rand spricht von „Lügenpresse“, das ist dann populistisch, weil pauschal behauptet
    wird jegliche Presse würde immer lügen. Mainstream Medien bezeichnet hingegen, diejenigen
    Medien, die die Haupt-Meinungs-Strömung der Bevölkerung wiedergeben, und
    die ihre Informationen fast ausschließlich über die großen Presseagenturen (DPA, Reuters usw.) und staatlichen Institutionen beziehen und unhinterfragt wiederkäuen, statt Vielfalt zuzulassen, investigativen Journalismus zu betreiben, Themenfelder neu anzustoßen oder anders als die Mehrheit zu beleuchten.

    Ja – ein trauriger Haufen…

  7. Margarita Martinez

    Auch ich bin erstaunt wie schnell ihr die euren fallen lasst, wo ihr doch euch als Clubkombinat inhaltlich gegen jegliche Formen von Populismus, Rassismus und Diskriminierung stellen wollt. WIE praktiziert ihr den eure Inhalte? Über Rauswur? ein „Bauernopfer“ auswählen, wenn ein bisschen Druck aufkommt (facebook shitstorm, Kritik von Geschäftspartnern…)?

    Und was soll an der Wortwahl Mainstream Medien eigentlich populistisch sein???

    Der Rechte Rand spricht von „Lügenpresse“, das ist dann populistisch, weil pauschal behauptet
    wird jegliche Presse würde immer lügen.

    Mainstream Medien bezeichnet hingegen, diejenigen Medien, die die Haupt-Meinungs-Strömung der Bevölkerung wiedergeben, und die ihre Informationen fast ausschließlich über die großen
    Presseagenturen (DPA, Reuters usw.) und staatlichen Institutionen beziehen und unhinterfragt
    weiter widerkäuen, statt Vielfalt zuzulassen, investigativen Journalismus zu betreiben,
    Themenfelder neu anzustoßen oder anders als die Mehrheit zu beleuchten.

  8. Club Tiger

    Die einzige Frage, die sich für mich stellt: darf sie denn nach dieser unsäglichen Aktion – Marke Pegida, immer wieder die arme, unterdrückte Stimme des Volkes blablabla… – darf sie denn noch weiterhin GF des Docks bleiben?
    Oder hat man sie da konsequenterweise auch rausgekickt?

  9. Abe

    ich kenne die „Leo“ nicht aber anscheinend wieder so ein Opfer der neuen Rechten, Facebook und Ihrer Filterblase.
    Das sind ja tolle dinge die da stehen , “ Mainstream Medien „, Alternative Meinungen“

    Da werden ein wenig Fakten, ein wenig weglassen, falsche Schlussfolgerungen ziehen und als unumstößliche Wahrheit als Alternative Nachrichten auf Facebook gepostet. Und allle anderen mehrere zehntausend Journalisten die eine Akademisch Wissenschaftliche Ausbildung haben als Lügner tituliert.
    BRAVO
    Übrigens Zitat vom Docks posting „Kritische Stimmen, insbesondere aus der Wissenschaft, kommen nur selten oder gar nicht zu Wort.“
    Schonmal darüber nachgedacht WARUM ???? Ja Ja da ist eine Weltweite verschwörung am Werk wo Millionen von Echsen das verhindern weil sie uns aufressen wollen. Ich Lache mich Tot wenn das nur nicht so traurig wäre das so viele Menschen mittlerweile so ein blödsinn glauben.

    NEIN weil fast alle Wissenschaftler genau wissen wie gefährlich diese Pandemie sein kann und deshalb keine gegenläufige Meinung haben. Manche sachen brauchen nicht kompliziert sein.

    @ Clubkombinat: Ich habe die erfahrung gemacht das man diese Leute nicht mit Argumenten überzeugen kann. Egal was du sagst, was du beweist, Argumente bringst. Keine Ausrede oder Behauptung die noch so abwegig, unlogisch und dumm ist wird ausgelassen um dagegen zu halten.

    Ich weiss nicht ob Ihr mit dieser Frau geredet habt aber ich gehe mal ganz stark davon aus. Ohne Ihr die möglichkeit sich zu erklären rauszuschmeissen wäre nicht nett. Aber wie gesagt ich gehe mal davon aus. Desahlb meiner Meinung nach die richtige Entscheidung.
    Lasst euch nicht beirren macht weiter so !!

    1. Jörn

      Ich würde Dir da teils vehement widersprechen!

      Es gibt sehr wohl unterschiedliche Meinungen in der Wissenschaft.
      Damit meine ich nicht irgendwelche Ärzte mit Alluhut Gedankengut, sondern Virologen, Epidemiologen usw.

      Wir müssen da gar nicht erst nach Schweden schauen, sondern alleine der Umgang und die Darstellung in den deutschen Medien in Sachen Drosten vs. Streeck. Der eine arbeitet bei seiner Arbeit statistisch unsauber, fängt einen Kleinkrieg mit der Bild an und ist oder bleibt der Corona Guru und der Andere macht eben solche Fehler in seiner Heinsbergstudie und bekommt quasi über Nacht seine Professur entzogen (also verbal).

      Da sehe ich sehr wohl erhebliche Unterschiede im Umgang mit Meinung.

      Ohne jetzt Leo oder dem Docks zu sehr zur Seite springen zu wollen finde ich die grundsätzliche Idee gar nicht schlecht. Da wäre viel möglich gewesen! Man hätte Schicksale von Gastronomen mal darstellen können, man hätte Lösungen für die erste Öffnungsschritte für die Clubs mit wissenschaftlichen Meinungen verknüpfen können usw.

      Wer Leo kennt, der weiß, dass sie weder böse, noch rechts oder sonst etwas ist. Vielleicht ist sie manchmal nicht eloquent genug, um die Idee hinter der Aktion besser auszuformulieren. Wählt daher dann auch unglücklich „besetzte“ Worthülsen, aber es wäre enttäuschend, wenn man sie deswegen im Docks entlassen würde!

      Wenn das Clubkombinat der Meinung ist, dass sie derzeit nicht das Gesicht sein sollte, dann ist das okay! Aber die Moralkeule gegen Leo zu schwingen ist völlig falsch! Da gäbe es ganz andere Forderungen in Sachen Moral und Rücktritt! (warum darf Philipp Amthor eigentlich im Bundestag bleiben?)

  10. Anonymous

    Ich bin irritiert. Ihr habt eine Mitstreiterin entlassen, die ein Plädoyer für Meinungsfreiheit abgegeben hat und der Meinungsvielfalt eine Chance einräumen wollte. Ich hatte bislang gedacht, dass die Hamburger Clubkultur am ehesten mit Diversity in Verbindung zu bringen ist. Das Gegenteil ist wohl der Fall.

    1. Anonymousmous

      Aber sie und andere dürfen doch weiterhin ihre Meinung vertreten und das macht sie auch, indem sie den Leuten immer noch diese Fläche anbietet. Es ist dann doch vollkommen ok wenn jemand daraufhin sagt, nein damit möchte ich nix zu tun haben. Hat nichts mit Diversity zu tun.

    2. Fulmen

      Klingt nach totalitärem Clubregime und Schubladendenken, das macht mir Angst. Demokratie und Achtung! Diversity klingt anders und zeigt sich anders…Man kann über alles reden und sollte lieber Missverstädnisse loyal klären, als von oben herab denunzieren und Menschen kleinmachen, sie absetzen auss irgendwelchen Posten usw., ich stecke in der Sachlage nicht drin, aber ich kenne „Vereinsdenken“, teils die schlimmsten Machtgebärden untereinander und Machtkämpfe, Narzissmus ole, das ist traurig und nicht zu unterstützen.

  11. tooscaredtosay

    Das erinnert irgendwie stark an die Zeit vor dem Mauerfall, als Menschen Ihre Arbeitsstellen und Positionen verloren, wenn sie die falschen Dinge sagten oder dachten. Für diese undemokratische Aktion habt ihr viel mehr einen Shitstorm verdient als das Docks (und jetzt sagt nicht dies beruhe auf einer demokratischen Wahl). Unfassbar das ihr Leo rauswerft, eine Frau die so viel Angagement, Zeit und Arbeit für euch und die gesammte Hamburger Clubszene aufgewendet hat. Schämt euch!

    Die Gedanken sind frei (leider nein, denn dann kommt die Gedankenpolizei).

  12. Anonymous

    Was seid ihr denn für ein Haufen? Legt ihr jetzt fest, wer recht hat und die Wahrheit spricht?
    Ihr wollt gegen Populismus, Rassismus und Diskriminierung sein? Genau diese Sachen fördert ihr mit eurer Entscheidung.

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