Clubkombinat Hamburg e.V.

Offener Brief des Clubkombinat Hamburg e.V. bzgl. DOCKS und Grosse Freiheit 36

An die Verantwortlichen von DOCKS & Grosse Freiheit 36, 

Musikclubs sind Kultur – wir als Kulturschaffende sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung als verbindendes Element bewusst und stehen für Offenheit, Vielfalt, Toleranz und Freiheit sowie gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. 

Wir werten den Ausübungsverzicht unserer Passion zur Darbietung von Live-Musik in dieser Ausnahmesituation als Solidarität mit und gegenüber Allen.
Künstler:innen, Betreiber:innen und unsere Gäste werden Hamburg gemeinsam wieder zu einer lebendigen Musikstadt machen – wenn wir den Fokus auf das legen was, uns eint und wir uns alle so sehr zurückwünschen: Musik und Live-Kultur, Begegnungen und Nähe.

Auch wir sehen die Probleme, die durch politische Entscheidungen und den Umgang mit der Pandemie entstanden sind. Auch wir sind in vielen Momenten wütend und verärgert, sehen und fühlen Ungerechtigkeiten. Konstruktiver Dialog und kritisches Hinterfragen funktionieren jedoch besser ohne den Einbezug von populistischen Parolen, Personen und Plattformen. Auch das Streuen von irreführenden und falschen Informationen zur Pandemie ist einem sachlichen Diskurs nicht dienlich.

In diesem Kontext ist es mehr als naiv, eine “offene” Plattform für Corona-Kritik zu betreiben, obwohl allseits bekannt ist, wie sehr Pandemie-Leugner:innen, Verschwörungstheoretiker:innen, antisemitische, sowie rechtsnationale Strömungen miteinander verwoben sind und wie sehr Radikale diesen Diskurs aktiv für ihre Zwecke instrumentalisieren. Wenn Clubs ihre Außenfassaden als Meinungsplattform verwenden, geht damit eine sehr hohe Verantwortung einher. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, reicht es nicht nur zu schreiben: „Selbstverständlich distanzieren wir uns von Rassismus, Nationalismus, Faschismus, Extremismus und Gewalt.“ Eine echte Distanzierung wäre, keinen Raum zu bieten, in dem Grenzen verwischt und Fakten verklärt werden. Der Schaden, der durch Eure Wandaktionen an den Außenfassaden Eurer Clubs entsteht, ist groß. Nicht nur für eure Mitarbeitenden, für die vielen Künstler:innen und für die Gäste, sondern auch für unsere Live-Kultur- und Clubszene weit über die Grenzen der weltoffenen Stadt Hamburg hinaus. Es ist uns völlig unverständlich, dass ihr trotz allem an der Plakatwand festhalten wollt.
Ihr treibt damit eine bewusste Spaltung unserer Gesellschaft und vor allem auch der Club- und Kulturszene unmittelbar voran. 

In einer Demokratie gilt es stets miteinander im Gespräch zu sein und einer Radikalisierung entgegenzuwirken. Wir bedauern, dass sich durch eure Stellungnahme vom 25. März die Positionen noch weiter zu verhärten scheinen.

Als Reaktion auf eure Aktivitäten hat sich aus dem Kreis der Mitglieder des Clubkombinats ein Aktionsbündnis formiert und auch der Vorstand prüft weitere Schritte. In Ausübung unserer Funktion stehen wir weiterhin für vermittelnde Gespräche mit allen Beteiligten bereit.

Hamburg, 27.03.2021

Gezeichnet:

Der Vorstand
Clubkombinat Hamburg e. V.

26 Kommentare zu “Offener Brief des Clubkombinat Hamburg e.V. bzgl. DOCKS und Grosse Freiheit 36

  1. Franz

    Kombinat ? Wer solch einen Titel trägt, ist sowieso unter allem durch…Hetzt gegen jeden und alles weiter in Eurer Antifa – Blase ? Und wo auch immer Ihr Euch gedanklich befindet…

  2. Hendrik

    Das ist ein perfides, faschistoides Denunziationsgeschwafel, was Ihr hier bietet.
    Ihr suhlt euch in eurer elenden Selbstgerechtigkeit, gepaart mit Intoleranz und Dummheit.
    Systemhörig und politisch naiv, wie Ihr seid, glaubt Ihr, dass das Merkel-Regime in unserem Sinne, zum Wohle der Allgemeinheit regiert.

    Wie dumm darf man eigentlich sein, um noch als Kulturschaffender durchgehen zu können?

    Pfui Deibel.

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  5. Liam

    Wer allen Ernstes behauptet, die Große Freiheit 36 und das Docks würden „Pandemie-Leugner:innen, Verschwörungstheoretiker:innen, antisemitischen, sowie rechtsnationalen Strömungen“ und „Radikale“ ein Forum bieten, der wird eines Besseren belehrt, wenn er oder sie sich zB

    – die PK im HOOTERS auf der Reeperbahn vom 6. März, die unter dem Motto stand „Lockdown beenden! Fuck Nazis! Fakten-Dialog – sofort!“ und an der u.a. Kalle Schwensen teilnahm, siehe https://www.youtube.com/watch?v=Pn89dM0763o sowie
    – die PK vom Bündnis von Ärzten, Anwälten und Psychotherapeuten in der Großen Freiheit 36 vom 18 März, die unter dem Motto stand „Razzien von Staatswegen: Ärzte im Spannungsfeld politischer Entscheidungen“, siehe https://www.youtube.com/watch?v=u68bTWYY2UI

    anschaut.

  6. Torsten

    Wer allen Ernstes behauptet, die Große Freiheit 36 und das Docks würden „Pandemie-Leugner:innen, Verschwörungstheoretiker:innen, antisemitischen, sowie rechtsnationalen Strömungen“ und „Radikale“ ein Forum bieten, der wird eines Besseren belehrt, wenn er oder sie sich zB

    – die PK im HOOTERS auf der Reeperbahn vom 6. März, die unter dem Motto stand „Lockdown beenden! Fuck Nazis! Fakten-Dialog – sofort!“ und an der u.a. Kalle Schwensen teilnahm, siehe https://www.youtube.com/watch?v=Pn89dM0763o sowie
    – die PK vom Bündnis von Ärzten, Anwälten und Psychotherapeuten in der Großen Freiheit 36 vom 18 März, die unter dem Motto stand „Razzien von Staatswegen: Ärzte im Spannungsfeld politischer Entscheidungen“, siehe https://www.youtube.com/watch?v=u68bTWYY2UI

    anschaut.

  7. Torsten

    Fällt euch wirklich nicht auf, dass ihr gegen die Große Freiheit 36 und das Docks nichts habt, als Diffamierungen? Wie haltlos diese Diffamierungen sind, wird jeder feststellen, der sich zB

    – die PK im HOOTERS auf der Reeperbahn vom 6. März, die unter dem Motto stand „Lockdown beenden! Fuck Nazis! Fakten-Dialog – sofort!“ und an der u.a. Kalle Schwensen teilnahm, siehe https://www.youtube.com/watch?v=ysCZIg7wb-g sowie
    – die PK vom Bündnis von Ärzten, Anwälten und Psychotherapeuten in der Großen Freiheit 36 vom 18 März, die unter dem Motto stand „Razzien von Staatswegen: Ärzte im Spannungsfeld politischer Entscheidungen“, siehe https://www.youtube.com/watch?v=u68bTWYY2UI

    anschaut.

    1. Grim

      du wiederholst dich. es wird dadurch halt nicht weniger falsch. jeder kennt die Inhalte der wandzeitungen und die empfehlung von antisemiten und rechtsextremen wie ken FM und reitschuster, dazu die unsägliche Presseerklärung. Spar dir die relativierungen. ist vorbei

      1. Torsten

        Grim! Bitte argumentiere sachlich und diffamiere nicht nur. Die Frage ist: Wo siehst du Rechtsextreme oder Antisemiten oder entsprechend unsägliche Äußerungen in den PK’s, zu denen ich die Links geschickt habe? Und vor allem: Was ist faktisch falsch an dem, was auf den PK’s geäußert wird?

        Hier noch mal die Links zu den PK’s im HOOTERS und in der Großen Freiheit 36:
        https://www.youtube.com/watch?v=Pn89dM0763o
        https://www.youtube.com/watch?v=u68bTWYY2UI

        Bin gepannt auf deine sachlich-argumentative Antwort. Danke!

        PS: Dass mein Kommentar mehr als einmal eingesellt ist, liegt lediglich an einem technischen Problem. War nicht so gewollt von mir.

  8. Nake

    Der Dialog ist offenbar nicht gelungen – das liegt aber nicht an denen, die Docks, Große Freiheit, Traum GmbH Orange Club und alle anderen adressieren und ihnen eine Chance gegeben haben, das ganze nicht total zu vermasseln.

    Es liegt an denen, diie unverbesserlich an ihrem fatalen Standpunkt festhalten, es sei vertretbar rechte Propaganda zu verbreiten und ihre Protagonist*innen, wie Ken Jebsen und andere an einem eigentlich linken Club zu hofieren. Eiee Hand voll Clubs aus der selben Familie gegen die gesamte Hamburger Clublandschaft. Da hat die Vernunft leider nicht gesiegt.

    Meinungsfreiheit? Hier wird versucht, antisemitischen und rechtsnationalen Ideologien Vorschub zu leisten. Diesen gibt man kein Gehör und tut nicht so, als sei das eine vertretbare Meinung auf Augenhöhe, die neben der Kritik gleichberechtigt ihren Platz finden dürfte. Das ist kein Talkshow-Studio von Anne Will oder Markus Lanz.

    Damit wird Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus verstärkt. Das Ziel von Meinungsfreiheit steht dem was das Docks und die Große Freiheit da gerade versuchen, also deutlich entgegen.

    Diese versuchen nur mit einer billigen Ausrede (Meinungsfreiheit) die Verschwörungsideologien in den Vordergrund zu rücken. Es ist nur konsequent, Karl Hermann Günther, seiner Tochter Johanna und anderen in dem Netzwerk nicht auf den Leim zu gehen, wie diese den Verschwörungsideologien auf den Leim gegangen sind.

    Diese führen nirgendwo hin, außer in eine Sackgasse..

    1. Heinrich

      Ohne Kommenta, wenn jemand so blind ist, wie dieser Vorstand und Sie…Ihnen wünsche ich von Herzen, dass solche Clubs für immer geschlossen bleiben !

  9. Sven

    Ich bin jedesmal fassungslos, wenn ich an der Freiheit vorbei gehe.
    Das erste Mal war ich da 1984 schätze ich und es war eigentlich immer ein Ort von zumindest Neutralität oder auch ein Stück weit „zu Hause“-feeling. Zumindest soweit so ein Laden auf dem Kiez das bieten kann.
    Aber jetzt: nur noch peinlich bis schlimm…
    Ein Nachbar

    1. Sven

      Ich bin jedesmal fassungslos, wenn ich an der Freiheit vorbei gehe.
      Das erste Mal war ich da 1985 und es war eigentlich immer ein Ort von zumindest Neutralität oder auch ein Stück weit „zu Hause“-feeling. Zumindest soweit so ein Laden auf dem Kiez das bieten kann.
      Aber jetzt: nur noch peinlich bis schlimm…
      Ein Nachbar

  10. Clemens

    Hey Clubkombinat.
    Habt ihr euch denn eigentlich schonmal persönlich mit Menschen aus der Kritiker-Szene zusammengesetzt und im Dialog die Kontroversen diskutiert?
    Oder traut ihr euch das nicht, weil „man sagt“, dass das ALLES Verschwörungstheoretiker und Nazis sind?
    Ich glaube ihr wärt ziemlich positiv überrascht, was da so für tolle, weltoffene, tolerante und informierte Menschen unterwegs sind.
    Sich eine einzelne Stimme (ZB den Jebsen) rauszupicken und dann mit der pauschalen Keule alles andere mit niederzumähen ist jedenfalls nicht so richtig reflektiert und differenziert!
    Dialog tut gut! Öffnet eure Türen für debattenraum und bestimmt die Diskussion mit, anstatt passiv zu hetzen und zu diffamieren. Das machen nämlich grad schon genug Menschen.
    Ich würde eurer Einladung folgen und mitdiskutieren…
    Bleibt sauber!
    Clemens

      1. TGin

        Ken Jebsen ist ne eigenartige Natur, ja.
        Wer ihn als Antisemit bezeichnet, liest auch nicht über die Schlagzeile hinaus.

        1. Hennberta

          Und genau deswegen wird Leuten wie dir keine Bühne vom Clubkombinat gegeben: Ihr ignoriert all den Rechtsextremismus und Antisemitismus, nur weil diese Verfassungsfeinde eure Haltung zur Coronapolitik teilen.
          Du bestreitest allen ernstes, dass Ken Jebsen ein Antisemit ist. Er hat versucht Leute, die das behauptet haben, zu verklagen und ist daran gescheitert, weil Gerichte ihm antisemitische Aussagen nachweisen konnten. Warum verteidigst du so jemanden?

          1. Hendrik

            Politisch naiv. Die gängigen Narrative nachgeplappert.
            Obrigkeitshörig.

            Und Du steckst voller Hass, bis zur Halskrause.

            Geh zum Arzt.

        2. Hendril

          Du weißt ganz offensichtlich nicht, wovon Du faselst.
          Wärst ein guter Blockwart geworden. Denunziation kann Du ja besonders gut.

          Was seid Ihr Selbstgerechten und Denunzianten doch für erbärmliche, kleine Lichter.
          Leider seid Ihr gefährlich. Man muss Euch ernst nehmen.

    1. Hennberta

      Weltoffen und tolerant? Diese Leute haben mir den Tod gewünscht, weil ich ihre Meinung nicht teile. Diese Leute wollen Alte und Kranke sterben lassen, damit sie selbst wieder saufen gehen können. Diese Leute glauben jedem beschissenen Facebookposting und Weiterleitung in Telegramgruppen. Diese Leute heißen Nazis mit offnen Armen in ihren Reihen willkommen. Diese Leute freuen sich über Coronaausbrüche in Flüchtlingsunterkünften und hoffen, dass möglichst viele sterben.
      Du bist verdammt verblendet, wenn du das alles ignorierst. Schlafschaf.

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