Clubkombinat Hamburg e.V.

Clubkombinat kommentiert Kinoflim “So was von da”

Verfilmung weist Bezüge zur aktuellen Lage der Musikclubs in Hamburg auf

Basierend auf Tino Hanekamps (Uebel & Gefährlich und Ex-Weltbühne) Roman „So was von da“ bringt DCM die gleichnamige C-Films-Produktion ab dem 16. August in die Kinos. Im Film betreibt der Hauptdarsteller Oskar einen Musikclub am Ende der Reeperbahn. Sein Leben war ein Fest, doch die Party ist in der Silvesternacht vorbei: Der Club muss schließen, Oskar ist hoch verschuldet.

So was von da
© DCM / Gordon Timpen

Thore Debor, Geschäftsführer des Clubkombinat Hamburg e.V., kommentiert zum Filmstart die Produktion: „Die Verfilmung spiegelt die prekären Arbeits- und Lebensbedingungen, die der Betrieb eines Musikclubs mit sich bringt, gelungen wider. Auszugsweise werden die permanenten Herausforderungen dargestellt, die der Betrieb einer Musikspielstätte bedeuten kann: vom simplen Crushed-Eis-Einkauf, über Erste-Hilfe-Maßnahmen in höchster Not bis zur Bewältigung eines finanziellen Himmelfahrtskommandos. Das und vieles mehr wird geschafft und geschaffen, um einen Raum für Kultur, Ekstase und Ausbrüche aus dem Alltag zu ermöglichen.“

Der Filmdreh fand in einem realen Club-Setting mit Live-Auftritten von FUCK ART, LET‘S DANCE, GROSSSTADTGEFLÜSTER und BELA B statt. Als Drehort diente das Hochwasserbassin in der Süderstraße, ein Entwicklungsobjekt, welches die Stadt Hamburg über die Kreativ Gesellschaft als Kreativ-Immobilie herrichtet und für 20 Jahre vereinzelten Kollektiven zur pionierhaften Nutzung zur Verfügung stellt.

Aus Sicht des Clubkombinats zeigt dieses Beispiel, wie die Clubkultur in Hamburg verortet ist: Zwischen Freiraum-Nutzung und Verwertungslogik, Top-down und Bottom-up-Ansatz, leidenschaftlichem Einsatz und Verdrängungsprozessen. Um die kulturellen Freiräume einer Stadt zu erhalten und zu entfalten, braucht es stets Inhalte und geeignete Flächen. Das Clubkombinat setzt sich dafür ein, diese beiden Grundbedingungen möglich(er) zu machen.

Aus Sicht dieses Interessenverbands sind dafür gegenwärtig drei Themen besonders erforderlich, daher werden diese regelmäßig im Dialog zwischen Politik, Behörden und den VertreterInnen der Club- und Veranstalterszene erörtert: Eine fairere Verteilung von Fördergeldern zwischen der breiten Basis und Leuchtturmprojekten, die Überlassung einer Open-Air-Fläche für eine kollektive Bespielung, um das Sommerloch finanziell abzumildern und die Einrichtung eines Lärmschutzfonds. All diese Maßnahmen hätten auch Oskar bzw. Tino Hanekamp die Arbeit ein Stück weit erleichtert.

 

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Jan-Kristian Nickel | 040 – 235 18 357 | kommunikation@clubkombinat.de

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